Wie kann uns die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) dabei unterstützen?
Der Frühling ist aus Sicht der TCM dem Element Holz zugeordnet. Die ent-sprechenden Organe sind Leber und Gallenblase.
Die Farbe des Frühlings ist grün.
Genau wie im Frühling die Pflanzen zu wachsen beginnen, so bringt auch uns Menschen der Frühling neue Lebensenergie zurück. Die Sonne scheint und die Laune steigt dementsprechend auch mehr oder weniger. Aus Sicht der TCM sind der Leber auch die Emotionen zu geordnet. Wir kennen alle den Spruch „mir ist eine Laus über die Leber gelaufen“. Dieses Sprichwort zeigt die nicht so schöne Seite unserer Leber. Wut, Ärger und Frust hängen sehr eng mit Leber/Gallenblase zusammen.
Im Frühling tauchen wir wieder aus der Versenkung des Winters auf. Die leichtere Bekleidung des Frühlings zeigt was dicke Winterkleidung noch kaschieren konnte und was unter der dickeren Kleidung versteckt blieb. Im Winter hat sich im Körper durch die etwas andere Ernährung (zu wenig Vitamine, zu viel Fett und schweres Essen) nach TCM Gesichtspunkten Hitze und Schleim angesammelt. Dies spiegelt unsere Waage uns wider.
Abhilfen schaffen jetzt z. B. vegetarische Gerichte mit etwas Ingwer. Deshalb ist der Frühling auch die Zeit den Körper von dem schweren und reichhaltigen Essen des Winters zu reinigen. Doch Vorsicht, die TCM kennt keine radikalen Fasten- und/oder Abmagerungskuren. Ausleitende oder abführenden Methoden kennt die TCM nicht. Das bei uns so bekannte Glaubersalz löst nach TCM Gesichtspunkten Kältegefühl, Frieren, Erschöpfung und Durchfälle aus.
Auch ist der Frühling aus Sicht der TCM die Zeit wieder rauszugehen und die über den Winter „eingerosteten“ Glieder wieder zu bewegen. So sind nach TCM der Leber auch die Bänder, Sehnen und Muskel zugeordnet. Nach TCM speichert die Leber das Blut und versorgt die Sehnen, Gelenke und Muskeln mit Blut. So werden sie von Körper geschmeidig und elastisch gehalten. Doch die größte Gefahr für die Gesundheit ist es jetzt, allzu leicht bekleidet ins Freie zu gehen. Der Körper ist geschwächt von den im Winter aufgeheizten Räumen. Jetzt ist die Gefahr sich durch Wind „Wind-Erkrankungen“ einzufangen: Erkältungen, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Mandelentzündungen,....
Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns, die Zeit des Aufbruches, die Zeit des Planens. Jetzt werden die Entscheidungen getroffen, die uns dann durch das gesamte Jahr begleiten.
Der Speiseplan des Frühlings sollte leicht sein: Viel frisches und junges Gemüse: Spinat, Stangensellerie, Chinakohl, Spargel, Fenchel, Karotten, leichte Fischgerichte, leichte Gerichte mit Huhn, frische Kräuter,....
Auf schwere Fleischgerichte kann in dieser Jahreszeit verzichtet werden.
Machen wir es wie die Natur und blühen auf!
Nutzen wir die Zeit des Frühlings nicht nur für Frühlingsputz im Haus, sondern auch für den „Frühlingsputz unseres Körpers“.
[ 26.02.09 ]
Bleiben Sie gesund, Ihre Beate Winterfeld
© by Heilpraktikerin Beate Winterfeld