Herbst aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Laut TCM ist jetzt die Zeit des Sammelns und des Erntens angebrochen. Die Menschen sollten nun ihre Energie nach innen kehren und es sollte auch innere Ruhe einkehren. Es wird empfohlen mit den Hühnern ins Bett zu gehen und auch wieder mit den Hühner aufzustehen.

Der Herbst ist laut TCM dem Element Metall zu geordnet und die entsprechenden Organe sind Lunge und Dickdarm. Herbst ist vermehrt die Zeit der Erkältungs- und Bronchialinfekte, aber auch der Verdauungs- und Hautbeschwerden.

Im Herbst ändern sich die klimatischen Bedingungen oft dramatisch.

Nach dem warmen „Altweibersommer“, den wir oft im Herbst kennen, setzt unmittelbar danach die Kälte ein. Es weht ein heftiger Wind und die Farben der Natur verändern sich. Bei kaltem Wetter (Herbst und Winter) verschleißen sich nach TCM die Poren auf Grund der Kälte.

Gerade beim Übergang vom Sommer zum Herbst überschätzen viele Menschen die Abwehrkräfte ihres Körpers. Kaltes und z. T. feuchtes Wetter und Wind setzen dem Körper zu. Wer jetzt nicht aufpasst liegt wenige Tage später verkühlt im Bett.

Der Verzehr von Rohkost sollte jetzt reduziert werden, wichtig es ist jetzt die Speisen länger zu kochen. Es kann jetzt auch wieder kräftiger gewürzt werden. Insgesamt sollten die Speisen im Herbst leicht pikant und energetisch wärmend sein. Auf dem Speiseplan sollten jetzt stehen: Möhren und Rüben, Kohlsorten und Kürbisse. Aber auch: Radieschen, Reis, Rind- und Lammfleisch, Mais, Hirse, Hafer und Lauch.

Wer jetzt innerlich friert und mit einer beginnenden Erkältung zu kämpfen hat, kann auch Knochlaub, Zimt, Ingwer, Zwiebeln und Chili zu sich nehmen. Diese Nahrungsmittel regen die Qi-Zirkulation wieder an und bringen nach TCM Ansicht die Abwehrkräfte wieder an die Oberfläche.

Überwiegt aber die Trockenheit im Körper, muss befeuchtet werden. Dann sollte man zu Tofu und Birnen greifen.

Wie Sie sehen, gar nicht so einfach.

Um für einen Menschen die richtige Ernährung zusammen zu stellen, bedarf es auch hier wieder einer genauen chinesischen Anamnese, einer Puls- und Zungendiagnostik.

[ 09.09.09 ]
Bleiben Sie gesund, Ihre Beate Winterfeld

Ihre Beate Winterfeld

© by Heilpraktikerin Beate Winterfeld