Beate Winterfeld Heilpraktikerin
Gehirnknöpfe gegen Denkblockaden
aus:
„Tresö(h)rchen", Hauszeitschrift der Sparkasse Mülheim an der
Ruhr
Brain Gym – Durch einfache Bewegungsübungen für Gehirn und Körper wird Ihre Stresstoleranz erhöht und Sie erhalten mehr Energie für Ihre Arbeit. So versprach es die Ausschreibung im internen Fortbildungsprogramm. 12 neugierige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse ließen sich durch diese Beschreibung im Juni 2002 in den Seminarraum der Hauptstelle locken, um dem Geheimnis der „Gehirn-Gymnastik“ auf den Grund zu gehen.
Begrüßt wurden wir durch die Oberhausener Heilpraktikerin Beate Winterfeld. Bevor es überhaupt so richtig los ging mit dem angekündigten Info-Abend, kam gleich die Aufforderung zur ersten Übung: Wasser trinken!!! Dann wurden die Ohren „angeschaltet“, Überkreuzübungen gemacht und die Arme „verknotet“… und dabei immer schön die Zunge an den Gaumen drücken. Alles zur Vorbereitung auf ein konzentrierteres Zuhören, so Frau Winterfeld. Aha … ja, dann! Etwas dämlich kam ich mir ja schon vor, wenn ich ehrlich bin. Aber tatsächlich. Während der 2 Stunden nach Feierabend fiel es uns allen relativ leicht, den Worten von Frau Winterfeld zu folgen. Es ging um Folgendes:
Unser Gehirn besteht aus der rechten und linken Gehirnhälfte. Jede Seite hat bestimmte Aufgaben. Optimale Leistungen können wir erbringen, wenn die beiden Gehirnhälften miteinander kommunizieren und miteinander arbeiten. Klingt logisch, finde ich. Doch woher weiß ich, dass die Zusammenarbeit nicht so richtig funktioniert, wie sie es sollte? Hier einige mögliche Hinweise:
- Koordinationsprobleme der Finger beim Schreiben an der Tastatur (z.B. Verwechseln der Buchstaben: „dei“ statt „die“)
- Konzentrationsprobleme beim Lesen (z.B. häufiges Verrutschen in der Zeile)
- Wortfindungsstörungen
- Lustlosigkeit, Müdigkeit
- Organisationsprobleme
Außerdem wirken sämtliche Überkreuzbewegungen (z.B. linker Ellbogen an rechtes Knie und umgekehrt) unterstützend. Darüber hinaus gibt es am Körperbestimmte Akupunktur-Punkte („Knöpfe“), die durch leichtes Massieren aktiviert werden und so die Zusammenarbeit von linker und rechter Gehirnhälfte fördern.
Abschluss der drei Übungsabende bildete jeweils eine „Spielrunde“ … mit Kreiselspielen, Balanceübungen auf Wackelbrettern und besonders konzipierten Kartenspielen haben wir uns mit wachsender Begeisterung die Zeit vertrieben.
Wasser trinken, Gehirnknöpfe aktivieren, liegende Achten malen, Atemübungen und Überkreuzbewegungen machen … alles leichte und zeitlich wenig aufwendige Techniken, die ganz einfach „zwischendurch“ in den Alltag eingebaut werden können. Neben der enorm positiven Wirkung auf unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bauen sie auch noch Stress ab. Gerade nach dem Mittagessen helfen sie mir jetzt regelmäßig, dem „Suppenkoma“ zu entkommen.
Sind Sie jetzt auch neugierig auf die Gehirn-Gymnastik? Auch für das nächste Jahr ist wieder geplant, Brain Gym in das interne Fortbildungsprogramm aufzunehmen. Viel Spaß dabei!
Autorin: Almuth Bressem